„Schola zu Sankt Kathrein“ singt zur größeren Ehre Gottes und zur Freude der Kirchenbesucher

Corona hat sich in vielfältiger Weise auch auf die Gottesdienste ausgewirkt. So gibt es seit mehr als einem Jahr Desinfektionsmittel anstelle des Weihwassers, eine strenge Begrenzung der Zahl der Gottesdienstbesucher, Maskenpflicht, Abstandsregeln, nur noch Handkommunion und manch anderes mehr. Für viele Gläubige ist das Gesangsverbot wohl mit die spürbarste Veränderung. Von einem Gottesdienst ohne Gesang ist es nicht mehr weit zu einer stillen Messe, die zwar hin und wieder wohltuend sein kann, wenn diese aber zur Normalität wird, wird die Hoffnung darauf, dass man wieder aus vollem Herzen und mit voller Stimme mitsingen kann, um so größer. Zum Glück haben sich in dieser Zeit in vielen Kirchengemeinden Gesangsgruppen gebildet, die, die Abstände strikt einhaltend, den Gottesdienst mit ihrem Gesang zur Ehre und zum Lobe Gottes und zur Freude der Gläubigen bereichern. So auch in Molpertshaus. Es waren wohl schon mehrere kleine Gesangsgruppen aktiv. Aktuell sind es die drei Frauen Christine Neyer, Daniela Neyer und Marianne Stotz, die als die „Schola zu St. Kathrein“ fast jeden Sonntag ihren gesanglichen Beitrag leisten, damit die Gottesdienste freudiger, froher, anrührender und ja, auch mitreißender werden. „Lobe den Herrn meine Seele“, so erklang es unter anderem am fünften Sonntag der Osterzeit bei der Wort-Gottes-Feier unter Leitung von Sieglinde Bareth.
Alle drei Sängerinnen, die oftmals auch mit Gitarrenbegleitung von Christine und Marianne den Gottesdienst bereichern, haben, wie es deutlich hörbar ist, Chorerfahrung, die sie auch schon in ihren Heimatgemeinden Mochenwangen, Reute und Dietmanns sammelten. Aktuell singt Daniela im Kirchenchor Bergatreute, wenn der Chor denn singen darf. Christine ist im SingmitChor und im OremusChor des Liederkranzes Molpertshaus dabei, im OremusChor singt auch Marianne. Nach Stimmlage würde die Besetzung zwei Mal Sopran (Daniela und Marianne) und einmal Alt (Christine) lauten, sodass sich die drei durchaus auch an dreistimmige Literatur wagen. Dabei ist Kirchenmusik in allen Variationen, vom klassischen Gotteslob-Lied über das so genannte neuere geistliche Liedgut bis hin zu lateinisch gesungenen Messen, ihre Leidenschaft. Die Lieder für die Gottesdienste suchen sie auf der Grundlage des vorgegebenen Liedplans aus und sprechen die Details dann mit den jeweiligen Leitern oder Leiterinnen der Gottesdienste ab. Christine Neyer ist die Leiterin des Trios, die, wenn sie nicht gerade Gitarre spielt, auch stets und zurückhaltend dirigiert. "Pfarrer Adolf Schuhmacher", so blickt sie auf die Entstehung der Schola zurück, "ist so etwas wie der Initiator der Gesangsgruppe". Er habe sie immer wieder mal angesprochen, wenn es darum ging, ein Lied für einen Gottesdienst oder bei einem Fest vorzutragen. Und so habe er sie auch ermutigt, im sonntäglichen Gottesdienst ihr Gesangstalent und Können einzubringen. Und so habe sie sich auf die Suche nach Mitsängerinnen gemacht. 
Wie sehr die musikalische Gestaltung der Gottesdienste erfreulicherweise dann auch nachklingt, hat der Schreiber dieser Zeilen etwa zwei Stunden nach der Wort-Gottes-Feier zwar nicht wörtlich „am eigenen Leib“, aber am eigenen Pfeifen und Summen der Melodie des „Lobe den Herrn, meine Seele….“ erfahren. So wirksam kann Gesang sein. Vergelt’s Gott der Schola zu St. Kathrein.
Übrigens: Der Name der Schola steht noch nicht fest. Der im Text genannte Name ist erst ein Vorschlag, der die Patronin der Molpertshauser Pfarrkirche, die heilige Katharina von Alexandrien aufgreifen will. Wenn der Name gefällt, lassen wir diesen: "Schola zu Sankt Kathrein".
Text und Foto: Günter Brutscher 

In diesem Jahr erstmals dreidimensional – Osterkerzen in Molpertshaus

In 15 Jahren waren es 14 Osterkerzen, so Sonja Lerch, die auch heuer, erstmals gemeinsam mit ihrer Tochter Leonie, die Kerze für die Pfarrkirche Molpertshaus gestaltet hat. Im Jahr 2007 wurde sie  anlässlich der Erstkommunion der jetzigen Mitgestalterin und Tochter Leonie angefragt bzw. sogleich „beauftragt“. Der damalige Pfarrer Ludwig Beitel hatte fast schon beiläufig gefragt, wer von den "Kommunionmüttern" denn die Osterkerze 2007 gestalten würde. Die meisten der Begleiterinnen ihrer Kinder zur Erstkommunion zogen sich in diesem Moment diskret zurück. Es blieben sie und Andrea Haussmann, die die ehrenvolle Aufgabe übernahmen. Damals, so die 47-jährige ausgebildete Einzelhandeskauffrau, gab es noch ein sehr klassisches Motiv. Weiße Kerze, rote Wachsplatten, selbstverständlich wie immer das Alpha und Omega, ein Kreuz und die Jahreszahl 2007. Ja, genau, auch „Nägel“, die der eine oder andere Zelebrant auch schon mal eingefordert hat. In diesem Jahr wählten Mutter und Tochter Lerch für die Kerze neben dem obligatorischen Alpha und Omega und der Jahreszahl das Christusmonogramm Chi-Rho (leider stehen mir keine griechischen Buchstaben zur Verfügung), das meistens als P mit einem auf dem P liegenden X gedeutet wird. Tatsächlich soll das das X ein Chi und das P ein Rho sein, womit dann die Anfangsbuchstaben für das Wort Christus erkennbar sind. Die Ideen für die Gestaltung, so Sonja Lerch, sammle sie im Internet. „Das ist überhaupt die schwierigste und langwierigste Aufgabe“, so gesteht sie schmunzelnd ein. Wenn dann mal die Entscheidung gefallen ist, kann es, je nach Aufwand, mal schneller gehen und mal länger dauern, bis die Kerze fertig ist. In Nachmittagen gerechnet sind dies einer bis so vier oder fünf. Nach einem Zwischenjahr ohne Erstkommunionkind, also dem Jahr 2008, als Ute Schmid die Kerze gestaltete, weil sie eben in diesem Jahr eine der Kommunionmütter war, fiel die Aufgabe 2009 anlässlich der Erstkommunion von Sohn Lukas erneut ihr zu. Und als sie dann vom Kirchenpfleger Fritz Sproll gefragt wurde, ob sie die Gestaltung der Osterkerze nicht als alljährliche Aufgabe übernehmen wolle, sagte sie gerne zu. Es war wohl der Erstkommunionjahrgang 2010 bzw. die seinerzeitigen Kommunionmütter, die ihr sogar noch ein Honorar für die Gestaltung anboten, was sie, die die Wachsplatten selbst besorgt und als ihre Spende versteht und selbstverständlich ehrenamtlich die in jedem Jahr anders gestalteten Kerzen weit mehr als nur bastelt, dankend ablehnte. In den nächsten Jahren dominierten immer wieder auch großflächig aufgetragene Farben, zuweilen auch mit „Nachstreichen“, wie eine besondere Wachsplattentechnik genannt wird, veredelt. Neben Flüssigwachs, das mit Pinsel aufgetragen wird, verwendet sie auch Goldfäden, arbeitet ganz fein mit einem Skalpell, welches „vor und zurück schneidet“, wie sie eigens betont, und lackiert schließlich die Motive, um diese zum Glänzen zu bringen und ihnen mehr Stabilität zu verleihen. Erstmals in diesem Jahr ragen die fein gearbeiteten Blätter des Lebensbaums in die dritte Dimension. Dies, so Sonja Lerch, war die Idee ihrer mittlerweile 23-jährigen Tochter Leonie, von Beruf Maschinenbauingenieurin, die jetzt schon überlegt, welches Motiv vielleicht im nächsten Jahr gewählt werden könnte. Dann wird auch, so hoffen die Molpertshauser, wieder in der Pfarrkirche St. Katharina eine Erstkommunionfeier sein. In diesem Jahr sind es nur zwei Jungs, die zur Erstkommunion gehen und diese wird mit den zwei Jungs aus Alttann gemeinsam in der Pfarrkirche St. Nikolaus eben in Alttann gefeiert. Das Motto der Erstkommunion ist nämlich immer auch so etwas wie ein Impuls für die Kerzengestaltung. Ob dies nun „Jesus, der gute Hirte“ ist, dann eben die Kerze mit Lamm, oder ein Motto mit Wasser oder Sonne, mit Regenbogen oder mit Leben und dem Lebensbaum, immer wieder greift die Kerzenkünstlerin diese Ideen auf.   
Abschließend gesteht die aus Übendorf stammende Mutter dreier Kinder ein, dass ihr die Aufgabe „zu zweit nochmal deutlich mehr Spaß macht“ und noch viel mehr, wenn auch mal eine anerkennende Rückmeldung erfolgt. Also: Vergelt’s Gott, Sonja und Leonie, das habt ihr richtig gut gemacht!
Text und Fotos: Günter Brutscher

Familienkreuzweg in Molpertshaus

Am Karfreitagmorgen bietet die Kirchengemeinde Molpertshaus schon traditionell eine Familienkreuzwegandacht entlang des Kreuzwegs zur Lourdeskapelle an. Auch in diesem Jahr waren mehr als 25 Kinder und Erwachsene mit auf dem Weg, unter ihnen auch die beiden Kommunionkinder des Jahres 2021, Robin und Louis. "Mit Jesus wollen wir gehen", so lautete das Lied, das immer wieder in verschiedenen Strophen mit coronabedingt großem Abstand angestimmt wurde und von Sarah Lander mit der Querflöte begleitet wurde. Sarahs Mutter, Anne Lander, übernahm die Aufgabe der Vorbeterin der Andacht, die ursprünglich von Peter Moosmann initiiert wurde. Von ihm stammt auch die Textzusammenstellung mit Impulsen und Aktionen an den 14 Stationen, die heuer allerdings nicht umgesetzt werden konnten, weil eben das Abstandsgebot dagegen stand. So wurde die Corona-Pandemie auch zum "Kreuz" für diejenigen, die den Kreuzweg mitgingen. Anne Lander hat in diesem Jahr an einigen Stationen zudem aus dem Gotteslob vorgebetet. An mehreren Stationen aktualisierte die Stellvertretende Gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderats das Gezeigte und stellte so Bezüge in unsere Zeit und in die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen her. In Erinnerung an die Familiekreuzwegandacht wird bleiben, dass mehrfach Hähne mit ihrem Krähen deutlich machten, dass auch ein bedeutender Artgenosse zu Zeiten Jesu eine ebenso bedeutende Rolle im Heilsgeschehen spielte. Noch bevor der Hahn kräht, .... Sie wissen schon.
Gebetet wurde für Menschen in Not und Trauer, für die Verstorbenen, aber auch für diejenigen, die sich für Gerechtigkeit einsetzen, und für diejenigen, "die alle Kreuze dieser Welt abschaffen wollen". Zudem, so an der Station "Veronika reicht Jesus das Schweißtuch" wurde darauf verwiesen, dass es in unserer Zeit durchaus des Mutes bedarf, wenn es gilt, auch unbequeme Wahrheiten zu sagen, wenn man sich zu Jesus bekennt, selbst wenn andere einen dafür auslachen oder wenn man mit einem Kind spielt, das von den anderen gemieden wird. So blieb der Kreuzweg nicht fern unserer Lebenswelt, sondern wurde konkret fassbar. Nehmen wir uns Jesus und die Frauen zum Vorbild, die an drei Stationen die Begegnung mit ihm suchten und so mutig zu ihrem Glauben standen. Seltsam eigentlich, dass Jesus auf seinem wohl schwersten Gang von seinen Aposteln im Stich gelassen wurde. Nur Johannes, sein Lieblingsjünger stand mit der Mutter Jesu und Maria von Magdala unter dem Kreuz. Ja, gut, Simon von Kyrene (oder Zyrene) half ihm das Kreuz zu tragen, weil er dazu gezwungen wurde (Mt 27,32). 
Text und Fotos: Günter Brutscher
 

Glockengeläut von Molpertshaus

Was es doch alles gibt. Bei einer Googleanfrage zum Stichwort "Kirchengemeinde Molpertshaus" kommt man auf einen Link zu youtube, wo dann das Glockengeläut von Molpertshaus, unterlegt mit einem Video, das Molpertshaus und das Glockengeläute selbst zeigt, abgespielt wird. Wer also mal wieder heimatliche Klänge hören möchte, etwa weil man gerade auf Reisen ist (in Corona-Zeiten eher selten) oder nicht mehr in Molpertshaus wohnt und gerne zurückdenkt, möge einfach auf nachfolgenden Link klicken. Dann sollte das Video abgespielt werden. Übrigens sind einige der Kommentare zum Video fast schon überschwänglich. Wir haben hier bei uns also offensichtlich durchaus wohlklingende Klänge des Geläuts aus dem Jahr 1951. Ach, und noch eins: Wer die Geschichte der Molpertshauser Glocken nachlesen möchte, findet diese im Molpertshauser Lindenblatt, Ausgabe 4, 2003. Auch hierzu gibt es einen Link.

TIPP: Klicken Sie den Link Glockengeläut der Molpertshauser.... an, klicken Sie dann auf den Reiter der Homepage (ganz oben!) und wählen Sie dann, die Glocken der Molpertshauser Pfarrkirche hörend, die Geschichte der Molpertshauser Kirchenglocken oder andere Inhalte der Homepage. 
GLOCKENGELÄUT DER MOLPERTSHAUSER PFARRKIRCHE ST. KATHARINA
GESCHICHTE DER MOLPERTSHAUSER KIRCHENGLOCKEN 

Coronagemäß guter Gottesdienstbesuch

Der Gottesdienstbesuch ging nicht nur wegen der Corona-Beschränkungen in den letzten Jahren auch in Molpertshaus zurück. Nachdem allerdings die konsequente Beschränkung der Coronaplätze auf 40 bzw. maximal 80, wenn Familienangehörige gemeinsam einen Paltz einnehmen und dabei den Sicherheitsabstand beachten, begrenzt wurde, war der Gottesdienstbesuch doch einigermaßen ernüchternd. So kamen etwa am letzten Zählsonntag nur 33 Gläubige in die Wort-Gottes-Feier. Wenn alle 570 Katholiken der Kirchengemeinde Molpertshaus allerdings kommen wollten, müsste man eng zusammenrücken. Ausgelegt ist die Kirche für etwa gut 300 Besucher. Nun war am Passionssonntag, also dem 5. Fastensonntag (21. März) im Jahre 2021 die Kirche aber tatsächlich mal wieder gut besucht. Vermutlich waren es fast die maximal zugelassenen 80 Personen, die kamen. Darüber freuten sich auch die Zelebranten, Pfarrer Klaus Stegmaier und Diakon Franz Fluhr, die im Anschluss an den Gottesdienst mit dem Gewählten Vorsitzenden des Kirchengemeinderats, Thomas Neyer, einigen weiteren Kirchengemeinderäten, der Mesnerin Klara Metzler und Kirchenpfleger Fritz Sproll die neuen Sedilien in Augenschein nahmen und sogleich die neue Sitzordnung testeten. So wird der Pfarrer zukünftig in Molpertshaus im Chor links (vom Kirchenschiff aus betrachtet) mit den Ministranten und dem Diakon seinen Platz einnehmen. Neben den neuen Sedilien wurde für die Molpertshauser Pfarrkirche auch ein Pult für die Beauftragten der Wort-Gottes-Feiern bestellt und geliefert. Mit diesem (Lese-)Pult, das oberhalb der Altarstufen vor dem Altar aufgestellt wird, lässt sich die "Verehrung des Allerheiligsten", also ein wesentliches Elemente einer Wort-Gottes-Feier, angemessen und würdevoll gestalten.
Die Sedilien wurden von der Schreinerei Lang aus Alttann gefertigt und werden wohl schon beim nächsten Gottesdienst im wahrsten Sinne des Wortes in (Be-)Sitz genommen. 
Übrigens kann die Predigt, die Pfarrer Stegmaier an diesem Sonntag gehalten hat, per Klick auf nachfolgenden Schriftzug als pdf-Datei geladen werden.
PREDIGT PFARRER STEGMAIER AM Sonntag, 21. März 2021
Text und Fotos: Günter Brutscher

Bildstöcke, Wegkreuze und andere Kleindenkmale in unserer Region

Wer mit offenen Augen durch unsere Landschaft geht oder fährt, gerne auch mit einem E-Bike, stößt immer wieder auf Bildstöcke oder Wegkreuze, die zum Innehalten einladen. Es gibt in mehreren Kirchengemeinden der Seelsorgeeinheit Oberes Achtal aufmerksame Bürgerinnen und Bürger, die die Bildstöcke und Wegkreuze pflegen, mit Blumenschmuck versehen, aber auch fotografieren und archivieren, um sie denen, die vielleicht nicht so mobil sind, zu zeigen. 
Seit etwa zwei Jahren entsteht zudem eine Website mit dem Titel wegzeichen-oberschwaben.de, die immer wieder ergänzt wird, wenn der Schreiber dieser Zeilen auf seinen sommerlichen E-Bike-Touren oder selten auch mal in kälteren Jahreszeiten, Wegzeichen entdeckt. 
Auf der Website sind neben den "klassischen" Bildstöcken und Weg- und Flurkreuzen, aber auch Kreuzwege unserer Region und zum Beispiel auch die Gedenkmale an die Opfer der Kriege abgebildet. 
Text und Foto: Günter Brutscher

Mit einem Klick auf nachfolgenden Schriftzug öffnet sich die Website. WEGZEICHEN OBERSCHWABEN
 

Molpertshauser Lindenblatt jetzt online

Seit einigen Tagen sind die sieben Ausgaben des "Molpertshauser Lindenblatts" nun auch online zu lesen. Entstanden sind die ursprünglich auf grünem Papier schwarz-weiß gedruckten Blätter aus einer Wette zwischen einem Mennisweiler und einem Molpertshauser. Dabei ging es darum, wo wohl die ältere und imposantere Linde steht, beim Pfarrhaus in Molpertshaus oder in der Bürgerstraße beim Hof Graf in Mennisweiler. Es wird niemanden überraschen, dass diese Wette selbstverständlich vom Mennisweiler Bürger gewonnen wurde, ist doch diese Linde ca. 350 Jahre alt, die in Molpertshaus dagegen 100 Jahre jünger. Zudem wurde immer wieder der Wunsch laut, dass die Geschichten, die Rudolf Schuhmacher zu Zeiten der Stammtischbesuche in der "Frohen Aussicht" zum Besten gab, doch auch für die Nachwelt und die Jugend erhalten werden sollten. Mit dem Lindenfest des Musikvereins Molpertshaus im Jahre 2000 ging es dann los. Jeweils zu diesem Fest im August wurden dann bis 2009 die weiteren Ausgaben veröffentlicht. Die gedruckten Exempare sind längst vergriffen, das Internet bewahrt allerdings nicht nur allerlei Unbedeutendes, sondern kann auch geradezu lebenswichtige, jedenfalls höchst interessante und zuweilen gar amüsante, Informationen bewahren. Und wer wollte nicht wissen, was frühere Pfarrer über die Molpertshauser zu klagen hatten, wie viele Wirtschaften oder Kaufläden es in der Pfarrgemeinde gab, wer seinerzeit auf dem Ochsen in die Wirtschaft "Zum Hirschen" in Molpertshaus ritt, selbstverständlich mit und auf dem Ochsen oder in welchem Jahr fast ganz Molpertshaus abgebrannt ist oder die Ernte fast komplett ausfiel. All das und noch viel mehr gibt es in den Molpertshauser Lindenblättern.
Per Klick auf den nachstehenden Schriftzug kann das Stöbern durch den in diesem Fall sprichtwörtlichen (Linden)Blätterwald beginnen. Viel Spaß dabei wünschen die Autoren Rudolf Schuhmacher und Günter Brutscher.
MOLPERTSHAUSER LINDENBLATT 
Text und Foto: Günter Brutscher

Kinderkrippe als Krippenweg in Corona-Zeiten

Seit März 2020 war weltweit alles anders. Die Corona-Pandemie traf auch das kirchliche Leben. Gottesdienste wurden zunächst nur noch online gehalten, später dann mit großen Einschränkungen (Anmeldung, reduzierte Gottesdienstbesucherzahl, Mundschutz, kein Weihwasser, kein Friedensgruß per Handschlag usw.). Dies traf auch die in Molpertshaus traditionell so sehr geschätzte Krippenfeier an Heiligabend. Diese musste ausfallen. Als Alternative entwickelten einige Kirchengemeinderäte um Matthias und Monika Fink und Petra Gnannt einen Krippenweg in Molpertshaus. Ausgehend vom Bushäusle ging es den Kreuzweg entlang mit verschiedenen Stationen und Hinweisen zur Lourdeskapelle, wo Matthias Fink wieder die Fink'sche Familienkrippe aufgestellt hatte. Dann ging es zum Mösleweiher und über den Haidweg zurück zur Kirche, wo dann auch noch der Christbaum und die Krippe mit dem Jesuskind unter dem Kreuz zu sehen war. An mehreren Stellen gab es Impulse, ja sogar eine Station mit Schokokügelchen. Die Anwohner an des Hadnwegs hatten zudem ihre Gärten weihnachtlich geschmückt. Der Krippenweg war mehrere Tage lang zu besichtigen. An einigen Terminen gab es gar Führungen, die unter strengen Corona-Regeln angeboten wurden. So durfte etwa nur eine Familie zur gleichen Zeit in der Lourdeskapelle sein. Nachfolgend sind einige Eindrücke in einer Fotogalerie von diesem bemerkenswerten Krippenweg zu sehen.
Text und Fotos: Günter Brutscher