Beleuchtete Krippe in der Molpertshauser Lourdeskapelle

MOLPERTSHAUS (Weihnachten 2021) - In mehreren Gemeinden der Seelsorgeeinheit Oberes Achtal gab es an Weihnachten 2021 anstelle der schon traditionellen Krippenfeiern für Kinder und Erwachsene im Corona-Jahr 2021 Alternativen. So gestalteten die Bergatreuter den Krippenweg, die Wolfegger haben ein an die Epidemie angepasstes Krippenspiel gezeigt, das per QR-Code auch noch später angesehen werden kann, in Molpertshaus wurde die Lourdeskapelle mit einer Krippe ausgestattet, die, was sonst in der Kapelle gar nicht möglich ist, sogar mit einer Lichtinstallation in besonderer Weise geschmückt wurde. Die Betreuung der Kapelle und auch die diesjährige Gestaltung haben die Eheleute Monika und Matthias Fink einmal mehr übernommen. Auf dem Molpertshauser Kreuzweg sind dem Schreiber dieser Zeilen dann tatsächlich auch noch im neuen Jahr mehrere Krippengängerinnen und -gänger begegnet. Dabei, so kann mit Gewissheit angenommen werden, war nicht nur die Krippe in der Lourdeskapelle sehenswert, sondern auch der schön gepflegte Kreuzweg und die beiden Panoramen, die sich den Krippenpilgern boten. Da war im Norden die Panoramaansicht von Mennisweiler, im Süden zeigte sich das Alpenpanorama, fast zum Greifen nahe. Vermutlich richteten sich die Blicke allerdings tatsächlich etwas häufiger auf die schneebedeckten Alpengipfel im Süden...

Komm, gehen wir Kripperl schauen....

Hier also nun die Krippentour durch die Seelsorgeeinheit Oberes Achtal. Bei einem Besuch in den jeweiligen Kirchen lassen sich die Krippen allerdings noch viel besser besichtigen und bestaunen. 

Die Fotos zeigen zunächst die "Heilige Familie". Nach Klick auf die jeweiligen Bilder erscheint die Krippe mit den heiligen drei Königen Kaspar, Melchior und Balthasar, die allerdings vornehmlich dem Betrachter die Rückseite zuwenden. 

Meldungen aus der Kirchengemeinde Bergatreute (in Kürze)

Sternsinger-Aktion 2022
Wir hoffen, dass wir - trotz der Corona-Situation - auch im Jahr 2022 die Sternsinger-Aktion durchführen können. Kinder in Not brauchen immer unsere Hilfe. 
Nähere Informationen, Termine und Anmeldungsformalitäten gibt es im aktuellen Kirchenblatt Kibl 21/2021, Seite 3 oder bei Ruth Schmid, Telefon 07527/4539

Krippenspiel Bergatreute
Leider erlauben die Corona-Verordnungen kein Krippenspiel, an dem alle Grundschulkinder mitmachen dürfen. Aber nix machen kommt auch nicht in Frage! Was vorgesehen ist, ist im aktuellen Kirchenblatt Kibl 21/2021, Seite 4 nachzulesen. Bei Fragen kann man sich gerne auch an das Krippenspiel-Team wenden (Simone Schmid, Dany Amann, Brigitte Rösch und Denise Dehli). 

Vergelt's Gott!
Für das Chrogestühl in unserer Pfarr- und Wallfahrtskirche hat Herr Eberhard Wassmer aus Bad Waldsee neue Sitzkissen angefertigt und die Kniebank neu mit Leder überzogen. Frau Annerose Vogel hat in letzter Zeit neue Sitzkissenbezüge genäht. Dafür sei beiden an dieser Stelle ein herzliches Vergelt's Gott ausgsprochen. 

Pfarrer Klaus Stegmaier

 

Kirchweihfest mit Dank an die Ehrenamtlichen und Lob für die Kirchgänger in Molpertshaus

MOLPERTSHAUS (17. Oktober 2021) - Gleich drei Mal haben die zahlreichen Gottesdienstbesucher am Kirchweihsonntag in der Pfarrklirche St. Katharina in Molpertshaus spürbar aufgehorcht. Pfarrer Klaus Stegmaier hat der "Kirbe" in Molpertshaus, also dem jährlichen Gedenktag an die Weihe der Kirche im Jahre 1755, eine ganz besondere Note verliehen. So hat er schon zu Beginn des Gottesdienstes und in den Fürbitten all denen mit einem aufrichtigen Vergelt's Gott gedankt, die sich zum Teil über viele Jahre hinweg, einbringen, damit die Gemeinde sich zum Gottesdienst versammeln kann. Dabei war er bestrebt, tatsächlich alle Dienste zu nennen: Mesner, Ministranten, Organisten, Kantoren, Schola, Kommunionhelfer, Lektoren, Kirchenschmückerinnen, den Reinigungsdienst, aber auch den Kirchengemeinderat, Kirchenpfleger, Helferinnen und Helfer, die bei Aktionen dabei sind, Leiterinnen und Leiter von Wort-Gottes-Feiern, Mitarbeiterinnen im Kinder- und Familiengottesdienstteam und noch genau so sehr, denen, die in dieser Aufzählung vielleicht noch fehlen. Und wenn in dieser Aufzählung tatsächlich noch einige fehlen sollten, liegt dies an der mangelnden Aufmerksamkeit des Schreibers dieser Zeilen. Gedacht hat er, also "unser Pfarrer" in seinem Dank an alle und dies sind auch in Molpertshaus gewiss an die 100 Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche, die sich einbringen, damit eben der Glaube und die Gemeinschaft gefeiert werden können. 
In seiner Predigt zur bekannten Zachäus-Geschichte aus dem Lukasevangelium hat er auch eine "Lanze", wie es sprichtwörtlich heißt, für die Wort-Gottes-Feiern "gebrochen". Diese werden auch in Molpertshaus regelmäßig von Leiterinnen und Leitern der Wort-Gottes-Feiern, mittlerweile wieder mit Kommunionempfang, vorbereitet und gehalten. "Immer wenn die Glocken unserer Kirche zum Gottesdienst rufen", so Pfarrer Stegmaier wörtlich, "ergeht an alle die große Einladung des Herrn". Dabei bedeutet die Feier der Eucharistie die Chance, "Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus zu erfahren". An diese Auslegung des Rufs, der an Zachäus ging, anschließend, erklärte der Seelsorger weiter, dass dasselbe auch für die Wort-Gottes-Feiern gelte. "Auch bei diesen Gottesdiensten sind wir eingeladen, im Wort und im Sakrament mit dem Herrn innigste Gemeinschaft zu erfahren", so Pfarrer Stegmaier mit großer Überzeugung. 
Ganz zum Schluss des Gottesdienstes, der gewiss vielen Kirchenbesuchern noch länger in Erinnerung bleiben wird, trat der Zelebrant, noch vor dem Segen, nochmals zu den Vermeldungen an das Ambo. Dabei sprach er den Molpertshausern "ein großes Lob" aus. In Molpertshaus sei der Gottesdienstbesuch nicht nur zu den Messfeiern und Hochämtern, sondern auch bei den Wort-Gottes-Feiern noch erfreulich gut. Man spüre hier, dass der Gottesdienst auch noch als Gemeinschaftserfahrung verstanden wird. Ohne dass er die Formulierung in der Predigt eigens noch einmal aufgenommen hätte, zollte er den Molpertshauser so seinen Respekt und gab gewiss auch seiner Freude darüber Ausdruck, wenn zu den Gottesdiensten auch möglichst viele Besucher kommen. "Heute bilden wir die Gemeinde der Gläubigen. Und es liegt an jeder und jedem Einzelnen von uns, dass diese Kirche nicht eines Tages bloß noch ein Museum ist oder ein Konzertsaal, sondern dass sie Gottes Haus in unserem Ort Molpertshaus bleibt", so Pfarrer Stegmaier in seiner Predigt. 
Wenn es kein Gottesdienst gewesen wäre und wenn sich jemand getraut hätte, was man in der Kirche eher für besonders gelungene musikalische Darbietungen erlebt, nämlich auch mal zu klatschen, dann wäre spätestens hier ein guter Grund zu einem aufrichtigen Applaus gewesen....

Text und Foto: Günter Brutscher
 

Erntedankaltar in Rötenbach - kunstvolles Arrangements in eleganter Zurückhaltung

RÖTENBACH / WOLFEGG (Ende September 2021) - Geradezu künstlerisch präsentiert sich der Erntdankaltar im Chorraum der Pfarrkirche Rötenbach. Dass Zwiebeln und Rosen in unmittelbarer Nähe ein Stillleben ergeben, das jedem bildenden Künstler zur Ehre gereichen würde, beweisen diejenigen, die den Erntedankaltar mit seinen unterschiedlichen Arrangements in Rötenbach aufgebaut und gestaltet haben. Neben Rosen und Zwiebeln in den übergroßen Étagèren gibt es aber auch geradezu knackige Äpfel, Kohlköpfe und Birnen, die zum Reinbeißen verlocken, zu bestaunen. Ein herzliches Vergelt's Gott gilt all denjenigen, die sich um die Erntedankaltarkultur (ein Wort, das so wohl eher selten gebraucht wird, hier aber höchste Berechtigung hat) in besonderer Weise verdient gemacht haben. 

In Wolfegg wurde mit dem Früchteteppich, der den heiligen Josef zeigt, eine einstmals gepflegte Tradition wieder aufgenommen. Dabei gelang den Künstlerinnen ein ganz besonders schöner Teppich, der hoffentlich noch eine ganze Zeit die Kirche St. Katharina bereichert. Zudem sind noch Erntegaben, vornehmlich Getreide, vor dem rechten Seitenaltar aufgestellt. Die Garben erinnern sehr an die Geschichte, wie Josef sich mit einem Traum vor seinen 11 Brüdern brüstet. An dieser Stelle aber ist das geerntete Getreide an den Halmen nur Ausdruck des Dankes für eine gute Ernte. 

Begrüßung des Sonntags

Pastoralreferentin Beatrix Zürn möchte eine alte Form des Gottesdienstes in unserer Seelsorgeeinheit in freier Gestaltung wiederbeleben: die Begrüßung des Sonntags. Es wird, wie der Name sagt, der Sonntag begrüßt mit einem Lichtritus und der Erinnerung an das Ostergeschehen. Außerdem wird das Evangelium des jeweiligen Sonntags verkündet und in einer kommunikativen Form miteinander betrachtet, zum Beispiel durch die Methode des Bibeteilens oder andere mehr. Wie in jedem Gottesdienst wird auch das Lob Gottes gesungen. Die Feier wird mit einer "Teilete" (schwäbisch in etwa der "Hockete" entsprechend, frömmer ausgedrückt: "Agape") abgeschlossen. Zum ersten Mal feiern wir diesen Gottesdienst am Samstag, 2. Oktober 2021 um 18:00 Uhr im Pfarrgemeindehaus Bergatreute. 
Die nächsten Termine sind: Samstag, 30. Oktober 2021 und Samstag, 04. Dezember 2021.
Bitte einen medizinischen Mund-Nasenschutz oder eine FFP2-Maske mitbringen. Bei genügend Abstand kann die Maske abgenommen werden, wenn alle am Platz sitzen. 
Pastoralreferentin Beatrix Zürn freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher der Begrüßung des Sonntags.

335 Jahre Wallfahrt zu Maria vom Blut - Besinnungsweg statt Flurprozession am Bergatreuter Wallfahrtsfest

Bergatreute (2. Juli 2021) - Die weithin sichtbare barocke Kirche in Bergatreute mit ihrer mächtigen Zwiebelhaube bedeutet für gläubige Oberschwaben eine zentrale Marienwallfahrtsstätte, die auf Jahrhunderte währenden Verehrungskult zurückblickt. Die Wallfahrtsfeierlichkeiten zur Muttergottes vom Blut wurden wegen der Coronapandemie ähnlich dem Blutfreitag in Weingarten,  in kleinerem Rahmen begangen. Immerhin waren beide Gottesdienste am Morgen und Abend des Festes Maria Heimsuchung (2.Juli) gut besucht und wie üblich ins Freie übertragen worden, wo zahlreiche Pilger andächtig lauschten. Unter ihnen wurden von Ortspfarrer Klaus Stegmaier auch die Abordnung einiger Marchtaler Vinzentinerinnen, der Bundestagsabgeordnete Axel Müller sowie der Ehrenvorsitzende des Blasmusikkreisverbandes Josef Mütz herzlich willkommen geheißen. Der Einzug verschiedener Fahnenabordnungen war dabei ein kleiner Trost für die sonst prächtigen und musikalisch umrahmte Wallfahrt. Aus guter Tradition spielte die örtliche Musikkapelle um sechs Uhr früh an verschiedenen Stellen zur Tagwache auf, sodass die festliche Einstimmung zumindest den Ortsansässigen ein hörbares Zeichen war. Eine Sänger- und Bläserbesetzung unter der Leitung von Caroline Forderer umrahmte die Festmesse, die von Claudia Bentele an der Orgel begleitet wurde. Dabei konnte die Wallfahrt in diesem Pandemiejahr auf ein kleines Jubiläum zurückblicken, denn seit 335 Jahren kommen Pilger und Gläubige in den oberschwäbischen Wallfahrtsort.
Der Ursprung dieses blutenden Madonnenbildes geht auf den Steinwurf des Giovanni Zuccone 1494 im oberitalienischen Re zurück. Eine Gnadenbildkopie gelangte durch den Kaminkehrer Bartholomäus Ritzolt in die böhmische Stadt Klattau, wo sich das Blutwunder wiederholte. Von dort gelangte 1686 ein weiteres Abbild durch verwandtschaftliche Beziehung des damaligen Pfarrers Mietinger nach Bergatreute und löste einen großen Pilgerstrom aus, der schnell über die Grenzen Oberschwabens hinaus reichte. Kinder hatten immer schon großen Bezug zur Bergatreuter Wallfahrt und so war es schön, dass hier die Schulen an dem besonderen Feiertag geschlossen blieben. Den unscheinbaren und doch liturgisch wichtigsten Dienst zahlreicher Ministranten mit ihren purpurroten Gewändern verlieh der Festmesse ein feierliches Gepräge.
Der aus Baienfurt stammende Dekan Elmar Spöttle, heute im oberpfälzischen Wallfahrtsort Habsberg seelsorgerisch tätig, hielt die Festpredigt. Dem gebürtigen Oberschwaben war es anzumerken, dass er gerne in seiner Heimat weilte und die Bergatreuter Wallfahrt schon aus Kindertagen kannte. Er wurde liebevoll vom Ortspfarrer Klaus Stegmaier als der nach „Bayern fort“ gegangene „Baienfurter“ vorgestellt. In seiner bunt gestreiften Predigt ging er auf die Größe Gottes ein und erinnerte an die Wunder, welche hier und an vielen Orten geschehen waren und noch immer geschehen würden.
Nachdem die Prozession durch Feld und Flur mit dem Gnadenbild - wie so vieles in den vergangenen 16 Monaten - pandemiebedingt ausfiel, wurde an der Strecke ein Besinnungsweg mit Tafeln aufgestellt. Die mit einem QR-Code versehenen Texte aus den Stationen des Lebens der Mutter Jesu können so bequem auch mit dem Handy gehört werden. Der Betrachter wird dabei mit meditativen Texten von Nazareth, Bethlehem über Kanaa nach Golgotha geführt, ehe schließlich das neue Pfingsten den Pilger einlädt sich der Schönheit des christlichen Glaubens anzuschließen. Der Meditationsweg beginnt bei der Wallfahrtskirche und kann noch bis 11. Juli in besinnlicher Weise ergründet werden.
Dekan Spöttle hat abschließend im feierlich angestimmten Te deum laudamus nochmals die Größe Gottes bekundet. So hofft die christliche Gemeinde - nicht nur in Bergatreute - auf ein Wallfahrtsjahr 2022, an dem wieder alle gemeinsam teilnehmen und mitfeiern können.

Text und Fotos: Alexander Hepp

Maialtäre – ein ganz besonderer Kirchenschmuck

Die Kirchen sind, das kann wohl von fast allen bestätigt werden, die schönsten Orte in einer Gemeinde oder einer Stadt. Zudem sind diese meistens  Orte der Stille und der Besinnung. Neben den Ausstattungen in ganz unterschiedlichen Stilrichtungen sind Kirchen dann auch noch, je nach Kirchenjahr, vielfältig gestaltet bzw. geschmückt. Im Advent, zu Beginn des Kirchenjahres, ist es der Adventskranz, dann wird an Weihnachten die Krippe aufgestellt und bleibt meistens bis Mariä Lichtmess, wie das Fest der „Darstellung des Herrn“ im Volksmund noch immer heißt. Die Christbäume werden in der Regel schon einige Wochen vorher wieder abgeschmückt. Schon bald danach wird auch im Kirchenschmuck deutlich, dass eine Zeit der Besinnung, eine Zeit des Fastens angebrochen ist. Der Blumenschmuck wird deutlich reduziert, bis an Gründonnerstag quasi jeglicher Schmuck verschwindet. Und wenige Tage danach erstrahlt das Gotteshaus nicht nur in der Osternacht, sondern auch am Ostersonntag und dann viele Wochen danach in hellem Osterkerzenglanz und mit prächtigen Blumengebinden. Zudem zeigt oftmals eine Figur des Auferstandenen, dass die Menschen das „Halleluja“ der Osterfreude bewegt. Im Mai richtet sich dann der Blick fast automatisch in Richtung des Marienaltars, der fast immer vornehmlich mit Hortensien geschmückt wird. Pfingsten wirkt sich, soweit der Schreiber dieser Zeilen sich erinnern kann, kaum auf eine besondere Gestaltung des Gotteshauses aus. An Fronleichnam wird mit den Blumenteppichen und den Stationsaltären der Kirchenschmuck in die Ortschaft und in die Fluren gebracht. Später dann sind es die Erntedankaltäre, die nicht nur sichtbar, sondern immer auch mit anderen Sinnen erfahrbar, das Lob und den Dank angesichts der guten Schöpfung und Freude über eine gute Ernte zum Ausdruck bringen.
Den Dank an diejenigen, die diesen Kirchenschmuck über das Jahr hinweg stets hegen und pflegen, darf an dieser Stelle gewiss einmal ein großes und herzliches „Vergelt’s Gott!“ zugerufen werden.
Wie bereits erwähnt, ist es der Blumenschmuck an den Marienaltären im Mai, der Jahr für Jahr mit großem Wohlwollen zur Kenntnis genommen wird und auf die besondere Verehrung Mariens im Monat Mai verweist. In diesem Jahr sollen einmal die Maialtäre aller fünf Kirchengemeinden der Seelsorgeeinheit Oberes Achtal kurz im Bild vorgestellt werden. Wie man sieht, dominieren Hortensien in unterschiedlichen Farben und Arrangements den Blumenschmuck. In Molpertshaus und in Alttann wurde der Blumenschmuck zu Füßen der Marienfiguren aufgebaut, die das ganze Jahr über zu sehen sind. In Rötenbach, Wolfegg und Bergatreute wurden an den Marienaltären eigens Figuren der Mutter Gottes aufgestellt, die ansonsten nicht oder an einem anderen Platz in der Kirche zu sehen sind. Bei genauerem Hinsehen kann man erkennen, dass die Marienfigur in Alttann und in Wolfegg (kleinere Figur in Silber) dem gleichen Typus zuzurechnen sind. Der Knabe Jesus und Maria sind dabei bekrönt, Maria steht auf der geradezu klassischen Mondsichel. Die Marienfigur in Bergatreute kann als Maria Immaculata (also Maria, unbefleckte Empfängnis) wie auch die Rötenbacher Madonna verstanden werden. Beide sind barfuß, zertreten die Schlange zu ihren Füßen und überwinden damit symbolisch dir Ur- oder Erbsünde.
Im Hintergrund der Bergatreuter Madonna sind übrigens vier der fünf Sterne zu sehen, die dem Johannes Nepomuk, der rechts über die Schulter Mariens blickt, zuzuordnen sind. Man kann bei genauem Betrachten die Buchstaben t – a – c – u erkennen. Es fehlt also nur das i, damit die Aussage „tacui – ich habe geschwiegen“ und damit das Beichtgeheimnis gewahrt, vollständig ist.
Dazu mehr bei den Heiligen des Monats Mai!
In der Seelsorgeeinheit gibt es im Monat Mai 2021 insgesamt mindestens vier Maiandachten, für die sich die Gläubigen allerdings anmelden müssen.
Die erste Maiandacht war schon am 2. Mai in Bergatreute. Die Kirche war nach Corona-Vorgaben fast ganz gefüllt. Pfarrer Klaus Stegmaier stellte ansprechende Bibeltexte und Meditationen vor. Im gemeinsamen Gebet und dem Hören der vorgetragenen Marienlieder wurde der Mutter Gottes gedacht und Gott gepriesen. Der „Bergatreuter Dreigesang“ mit Claudia Bentele und den Gebrüdern Manfred und Hans Hoh sorgte für die musikalische Gestaltung und vermittelte so ein Gefühl der Geborgenheit, das die Menschen, die die Maiandachten besuchen, so sehr schätzen. Den Abschluss der Maiandacht bildete die Aussetzung des Allerheiligsten und der sakramentale Segen.

Die weiteren Maiandachten in der Seelsorgeeinheit Oberes Achtal im Jahr 2021 sind:
Sonntag, 16.05.2021, um 19.00 Uhr in Molpertshaus
Sonntag, 23.05.2021, um 19.00 Uhr in Wolfegg
Sonntag, 30.05.2021, um 19.00 Uhr in Rötenbach

Bildstöcke, Wegkreuze und andere Kleindenkmale in unserer Region

Wer mit offenen Augen durch unsere Landschaft geht oder fährt, gerne auch mit einem E-Bike, stößt immer wieder auf Bildstöcke oder Wegkreuze, die zum Innehalten einladen. Es gibt in mehreren Kirchengemeinden der Seelsorgeeinheit Oberes Achtal aufmerksame Bürgerinnen und Bürger, die die Bildstöcke und Wegkreuze pflegen, mit Blumenschmuck versehen, aber auch fotografieren und archivieren, um sie denen, die vielleicht nicht so mobil sind, zu zeigen. 
Seit etwa zwei Jahren entsteht zudem eine Website mit dem Titel wegzeichen-oberschwaben.de, die immer wieder ergänzt wird, wenn der Schreiber dieser Zeilen auf seinen sommerlichen E-Bike-Touren oder selten auch mal in kälteren Jahreszeiten, Wegzeichen entdeckt. 
Auf der Website sind neben den "klassischen" Bildstöcken und Weg- und Flurkreuzen, aber auch Kreuzwege unserer Region und zum Beispiel auch die Gedenkmale an die Opfer der Kriege abgebildet. 
Text und Foto: Günter Brutscher

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