Wallfahrtsfest Bergatreute

Ein strahlender Tag für die Kirchengemeinde Bergatreute und die ganze Seelsorgeeinheit war das Wallfahrtsfest am 2. Juli, dem Fest der Heimsuchung Mariens.

In der Früh um 6.00 Uhr läuteten die Kirchenglocken das Wallfahrtsfest ein.  Pfarrer Stegmaier konnte neben dem diesjährigen Festprediger P. Pirmin Meyer OSB aus der Erzabtei Beuron auch stellv. Dekan Dr. Claus Blessing und Pfarrer i.R. Paul Bantle als Konzelebranten begrüßen. Eine besondere Note erhielt der Festgottesdienst durch die Überraschung, dass P. Pirmin, einst Mönch von Weingarten, zum Predigen die schöne Kanzel von Franz Schmuzer aus dem Jahr 1718 bestieg („Zwei ehemalige Weingartner treffen zusammen“). Ansprechend, tief und sehr bewegend waren seine Ausführungen:

„ …Die blutende Wunde der Madonna von Re symbolisiert diesen uralten, immer wieder aufbrechenden Riss zwischen Mensch und Gott. Jener Riss, der die Folge des NEIN des Menschen zu Gott ist. Zugleich erinnert das Bildnis der Mutter vom Blut aber auch an das JA Marias und vor allem bringt es uns in Berührung mit der versöhnenden, beziehungsstiftenden Liebe Gottes, die in der Person Jesu Teil unserer Welt geworden ist. Und das Gnadenbild hat auch heute die Kraft, Distanz zu überwinden, Beziehung zu stiften, Nähe zu schaffen.“

Der Kirchenchor Bergatreute unter der Leitung von Caroline Forderer bereicherte wie gewohnt meisterhaft die Liturgie. Die „Missa Festiva“ von Hubert Zaindl wurde dieses Jahr gesungen. Der Organist Ludwig Kibler und der Trompeter Tobias Zinser umrahmten den Gesang der Gläubigen und den ganzen Gottesdienst.

Die Prozession mit dem Gnadenbild unter dem Traghimmel führte die Gläubigen zum Segensaltar, der wieder von Familie Wirbel  sehr sinnenreich und liebevoll aufgebaut und geschmückt worden war. In der Prozession mit dabei waren auch die diesjährigen Kommunionkinder in ihren weißen Gewändern. Die Musikkapelle Bergatreute begleitete mit ihren Märschen und Weisen die Prozession der Gläubigen. Nach dem abschließenden sakramentalen Segen in der Kirche stimmten alle das „Te Deum“, das „Großer Gott, wir loben dich“ an.

Danach versammelte sich die Festgemeinde im Pfarrgemeindehaus zum gemeinsamen Mittagsmahl. Dabei gab es ausreichend Gelegenheit zu Austausch und Begegnung.

Unser Pfarrarchivar Herr Alexander Hepp hatte bis 15.00 Uhr das Wallfahrtsmuseum im Chörle unserer Pfarrkirche geöffnet. Dort gab er aus seinem reichen Wissens-Fundus interessante Einzelheiten aus der jahrhundertelangen Kirchen- und Wallfahrtsgeschichte unserer Pfarrgemeinde preis. Auch erklärte er religiöse Votivtafeln, Bilder und Figuren und ging auf Fragen ein.

Die feierliche gesungene Marienvesper um 18.00 Uhr, an der Orgel festlich begleitet von Frau Claudia Bentele, sowie das Reponieren des Gnadenbildes in den Hochaltar rundeten das Wallfahrtsfest 2018 ab. Allen, die zum guten Gelingen dieses für Bergatreute besonderen Festtages beigetragen haben, sei ein herzliches Vergelt’s Gott gesagt!